beitragsbild_unternehmen

Wie setzt sich der Verrechnungssatz einer Handwerkerstunde zusammen?

Quelle: Beispiel Fachverband SHK-NRW 2016

Beispiel Fachverband SHK-NRW 2016

Unter dem Stundenverrechnungssatz versteht man den Preis, den ein Betrieb seinen Kunden für eine geleistete Stunde in Rechnung stellt.Dieser Wert liegt unter dem Vollkostensatz, weil ein Teil der betrieblichen Kosten über andere Wege weiter berechnet wird. Von besonderer Bedeutung ist hier der Aufschlag auf das Material. Daneben gibt es noch die gesonderte Berechnung von eindeutig erfassbaren Leistungen, wie z.B. den Einsatz eines voll ausgestatteten Servicefahrzeuges, den Einsatz von Sondergeräten oder die Erbringung von Entsorgungsleistungen.

Im Zusammenhang mit dem Materialaufschlag wird fälschlicherweise immer wieder behauptet, das Handwerk würde seinen Stundenverrechnungssatz durch das Material subventionieren. Diese Aussage ist in der Form falsch und führt vor allen bei den Kunden zu falschen Schlüssen. „Subventionieren“ klingt so, als würde das Handwerk aus einer Laune heraus, das Material künstlich verteuern. Tatsächlich verursacht die Materialwirtschaft eines Betriebes erhebliche Kosten. Zur Verdeutlichung seien nur einige Positionen genannt: allgemeine Stammdatenpflege, Preisanfragen für Projekte,Bestellungen, Kontrollen, Lagerung,Verschnitt, Bruch, Schwund, etc.

Der Aufschlag auf das Material dient zur Abdeckung dieser Kosten und stellt damit eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit dar.